Das “Neue Deutschland” veröffentlichte am 6./7.08. ein Interview mit Botschafter a. D. Dr. Arne Seifert zu Reaktionen auf das von unserem Forum mit initiierte Schreiben ehemaliger Botschafter an den Präsidenten des Europäischen Parlaments und weitere Politiker.
Nachfolgend der Wortlaut des Interviews:
Nicht den Krieg, sondern dessen Ende denken
Dr. Arne Seifert über gefährliche Anti-Terror-Strategien und einen notwendigen Friedensentwurf
Mit den neuen Anschlagsandrohungen von Al-Qaida wächst die Angst. Wie ist der Terror aus der Welt zu schaffen? Botschafter aus Ost- und Westdeutschland haben einen Brief an das Europäische Parlament geschickt, in dem sie Vorschläge unterbreiteten, wie Frieden zwischen Orient und Okzident erreicht werden kann. Mittlerweile haben sie Antwort erhalten. ND sprach mit Dr. Arne C. Seifert vom Verband für Internationale Politik und Völkerrecht und Mitunterzeichner des Briefes. Der Diplomat war jahrelang im Nahen Osten tätig und hat in den End-90er Jahren an einer OSZE-Mission in Tadschikistan teilgenommen; vor kurzem war er wieder dort, als Moderator eines säkular-islamischen Dialogs zur Vertrauensbildung.
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Josep Borrell Fontelles
Presidente
18.03.2005
An das Nahost-Forum e.V.
c/o Botschafter a. D. Heinz Knobbe
Sehr geehrter Herr Botschafter,
vielen Dank für Ihren Brief vom 18. Februar 2005, in dem Sie Ihre Besorgnis über den Konflikt zwischen Orient und Okzident zum Ausdruck bringen und auf die Notwendigkeit eines Dialogs zwischen den unterschiedlichen Kulturen hinweisen.
Ich habe heute ein Schreiben an Herrn Botschafter Dr. Seifert geschickt, der mir, wie Sie wissen, ein Schreiben mit ähnlichem Inhalt hat zukommen lassen, und in dem ich auf seine und Ihre Besorgnis eingehe.
Der Einfachheit halber erlaube ich mir, auf den Inhalt des Briefes zu verweisen, der diesem Schreiben beigefügt ist.
Hochachtungsvoll
Josep BORRELL FONTELLES
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Berlin, 18. Februar 2005
Sehr geehrter Herr Präsident,
die Mitglieder unseres 1996 in Berlin gegründeten Nahost-Forums unterstützen vorbehaltlos und aus ganzem Herzen die am 17. Februar 2005 im gemeinsamen Schreiben von Botschaftern a. D. der vormals zwei deutschen Staaten an Sie getroffene Bewertung der zutiefst beunruhigenden Entwicklung des europäisch-arabischen bzw. –islamischen Verhältnisses und die daraus abgeleiteten konkreten
Handlungserfordernisse.
Zu Selbstverständnis und Anspruch der in unserem Verein engagierten ehemaligen und aktiven Diplomaten, Wissenschaftler, Wirtschafts- und Regionalexperten mit teilweise Jahrzehnte langer beruflicher Bindung an den Nahen und Mittleren Osten und das nördliche Afrika gehört, zum friedlichen Zusammenleben der Völker Europas mit unseren südlichen Nachbarn beizutragen und der Schaffung ethnisch bzw. religiös definierter Feindbilder entgegenzutreten.
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